Voraussichtliche Lieferverzögerungen durch Wartungsarbeiten des ATLAS-Systems

13 Sep 2019 2 min Lesezeit
Julia Kazubek Julia Kazubek

Wir müssen Sie darüber informieren, dass die aktuelle Softwareversion des Zollsystems ATLAS gewartet und in der Kalenderwoche 38/2019 umgestellt wird. Von Freitag, dem 20.09.2019 ab 14:00 Uhr bis Sonntag, den 22.09.2019 bis voraussichtlich 10:00 Uhr ist keine Kommunikation mit dem System möglich.

Die Einschränkung im Nachrichtenaustausch betrifft alle ATLAS-Verfahren sowie alle ATLAS-Ausfuhrverfahren (AES).

Die Information ist direkt durch das Informationstechnikzentrum Bund (kurz: ITZBund) herausgegeben worden.

Hinweis: Die ITZBund-Masterticketnummer für die Anwendung des Ausfallverfahrens in ATLAS/ATLAS-Ausfuhr (AES) lautet: 3108665.

Die Länge des Wartungsfensters wird durch die umfangreichen technischen und fachlichen Änderungen begründet, um den Echtzeitbetrieb von ATLAS 9.0.1 und AES 2.4.4 sowie davon abhängiger, anderer IT-Fachverfahren der Bundesfinanzverwaltung zu gewährleisten.

Was das für Sie bedeutet

Aufgrund der Wartungsarbeiten des Zollsystems ATLAS finden vom 20. bis 22.09.2019 keine Zollabfertigungen statt. Allein in 2018 fertigte der deutsche Zoll mehr als 240 Millionen Sendungen im Warenverkehr mit Nicht-EU-Staaten mit einem Gesamtwert von rund 1 Billion Euro ab. Das entspricht circa 650.000 deutschlandweiten Zollabfertigungen pro Tag.

Der zweitägige Ausfall und damit verbundene Rückstau ab dem 23.09.2019 werden potenziell zu Lieferverzögerungen führen. Wir bitten daher um Verständnis. Betroffene FreightHub-Kunden werden selbstverständlich wie immer persönlich von Ihrem Ansprechpartner informiert. Unsere Operations Manager bemühen sich zudem vorab alle Zollanträge rechtzeitig einzureichen, sodass sich Verzögerungen minimal halten oder gar nicht erst eintreten.

Dazu benötigen wir aber auch Ihre Mithilfe: Bitte stellen Sie uns alle erforderlichen Einfuhr- und Ausfuhrdokumente rechtzeitig bereit.

Zur Erinnerung: Was ATLAS ist und wofür Sie es brauchen

Zur Zollabfertigung stellen die deutschen Zollbehörden das sogenannte ATLAS-System bereit.

Wie Sie sicher wissen, müssen Sie Waren, die Sie in einen Nicht-EU-Staat ausführen, beim Zoll anmelden. Ab einem Warenwert von 1.000 Euro oder einem Gewicht von 1.000 Kilogramm müssen Sie Ihrer Zollstelle melden, dass die Ware bei der Zollstelle eingetroffen ist. Dasselbe gilt für die Einfuhr von Waren aus einem Nicht-EU-Land. Wenn Sie Ihre Waren beispielsweise aus China beim Zoll deklarieren wollen, gelten dieselben Formen wie für die Einfuhr aus anderen Ländern.

Der Zoll benutzt hierfür den Fachbegriff Gestellung. Dafür müssen Sie für die gestellte Ware eine elektronische Ausfuhranmeldung abgegeben. Mehr dazu finden Sie in unserem Blogbeitrag zum Ausfuhrbegleitdokument. Die Ausfuhranmeldung muss seit 2009 elektronisch über das elektronische Zollsystem ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System) erfolgen, für welches Sie eine kostenpflichtige Software benötigen.

Natürlich können Sie die ATLAS Ausfuhranmeldung auch durch einen Spediteur erledigen zu lassen, anstatt selber Hand anzulegen. Wenden Sie sich gerne an uns. In unserem FreightHub-Team gibt es erfahrene Logistiker, die sich auf die Zollabfertigung spezialisiert haben. Auf Wunsch wickeln wir die Zollformalitäten gerne für Sie in Ihrem Auftrag ab.

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13 Sep 2019 2 min Lesezeit
Julia Kazubek

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